Die 5 größten Irrtümer des Lebens und deren Geheimnisse - Teil 1/5
Die 5 größten irrtümer des Lebens – Die 5 größten Geheimnisse des Lebens

"Es irrt der Mensch solange er strebt." so Goethe in Faust durch Mephisto
Doch Wieso irren wir? Wieso machen wir Fehler und leiden in der Folge?
Seneca würde wohl sagen: "Erare humanum est." - Oder anders: Weils halt so ist. "Irren ist menschlich."
Doch wir wollen diese beiden meisterlichen Erkenntnisse heute einmal genauer ergründen. - Gibt es nicht vielleicht doch ein Schlupfloch? - Können wir das Scheiter und Verfehlen nicht einfach umgehen und frei von allem Leid glücklich leben?
Dies werden wir versuchen in dieser 5-teiligen Blogserie herauszufinden.
Irrtum Nr. 1
Die Unterscheidung

"Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt." vermutlich von Wilhelm Busch
Dieser Satz, welcher wahrscheinlich auf den ersten Blick konfus erscheinen mag, beinhaltet eine der größten Erkenntnisse meines eigenen Lebens.
Vermutlich wird dir beim ersten Lesen nicht die vollkommene Reichweite dieser Erkenntnis zu Teil werden, aber sicherlich die Basis.
Anmerkung:Dies ist bei jeder Art von Erkenntnis so. Du wirst mit der Zeit feststellen, beispielsweise beim Lesen einiger Texte oder Zitate, dass deren Sinn auf mehreren Ebenen verstanden werden kann. Je reifer und weiser man selber ist, desto tiefgründiger versteht man auch die Inhalte der Lehren.
Der erste große Irrtum besteht schlicht darin, dass es für uns als Mensch so Etwas wie einen Unterschied gibt und wir diesen wahrnehmen. Leider ist diese Annahme überhaupt erst der Grund allen Irrens, denn da wir diesen wahrnehmen, erschaffen wir überhaupt erst die Möglichkeit eine falsche Entscheidung treffen zu können. Mathematisch gesehen entfernen wir uns somit mit jeder zweiten Entscheidung exponetiell vom eigentlich richtigen Ursprung weg.
Glücklich dabei ist die Tatsache, dass bereits unsere erste Annahme, nämlich die das es einen Unterschied gibt schon falsch gewesen war und wir uns somit garnicht weiter weg entfernen, sondern dieses nur denken.
Um dieses allerdings noch ein klein wenig genauer aufzuschlüsseln möchte zurück zu dem eigentlichen ursprung des Ganzen gehen: Das Erwachen unseres Verstandes oder Die Erbsünde
Jeder kennt die Geschichte. Für mich ist dies der Momen an dem die ersten Fragen aufkommen. - Wo vorher noch alles klar war, kommt nun die Frage nach dem eigentlichen Sinn auf. Wo vorher noch Alles Eins war, scheint nun Trennung zu herschen.
Der Moment in dem wir beginnen über richtig und falsch zu werten ist der Moment indem das Denken seinen eigentlichen Zweck verliert und das Gedankenkarussel einsetzt. Wo vorher der Glaube identisch mit dem wissen gewesen war, besteht nun die Möglichkeit dieses anzuzweifeln. Der neue Zweck des Denkens ist somit das Zweifeln.
Es stellt sich somit die Frage: Was bringt uns dieses Denken, wenn es doch eigentlich Zweifeln ist? Wir denken das Deken zu Wissen führt, doch so ziemlich jeder Philosoph wird erkennen, dass dies letzten Endes nicht so ist. Denken bringt mit der Erkenntnis auch immer neue Fragen mit sich und somit Zweifel und letzten Endes Unkentnis.
Was ist also dieses Denken? Denken ist Zweifeln und somit Irren oder mit anderen Worten: Denken ist es, wenn man das Eine was als Wahrheit gegeben ist beginnt in Frage zu stellen. Die allerletzte Instanz unseres Denkens wird somit der Moment sein, indem alles Wissen in Glauben übe gegangen ist.
Das eigentliche Denken wiederum wird zu seinem eigentlich Ursprung als Teil des Wollens zurückkehren. Gemeinsam mit unseren Gefühlen ergeben unsere gedanken den Willen. Mehr hierzu im Artikel: Denken, Wissen, Glaube, Wille.
Der erste große Irrtum ist es somit das Wahrnehmen eines Unterschiedes.



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